Der WM-Hitze-Forecast.
Die durstigste WM aller Zeiten? Wenn das Turnier am 11. Juni 2026 in den USA, Kanada und Mexiko angepfiffen wird, treffen 48 Mannschaften auf Bedingungen, die es bei keiner WM zuvor gab. Wir haben den offiziellen Spielplan mit Klimadaten und Sportwissenschaft abgeglichen, um drei Fragen zu beantworten: Wer hat den härtesten Weg? Wer muss am meisten trinken? Und was bedeutet das für die Fans zu Hause?
Warum diese WM anders ist.
Seit Katar 2022 wissen wir es: Sommerhitze und Spitzenfußball vertragen sich schlecht. Damals verlegte die FIFA das Turnier kurzerhand in den Winter. Für 2026 ist das keine Option. Gespielt wird vom 11. Juni bis zum 19. Juli — mitten im nordamerikanischen Hochsommer.
Eine begutachtete Studie der Queen's University Belfast (Mullan et al. 2025, Int. J. Biometeorology) hat das Risiko beziffert: Die Forschenden werteten für jeden der 16 Austragungsorte 20 Jahre Wetterdaten aus und berechneten die Feuchtkugel-Globetemperatur (WBGT) — das Standardmaß für Hitzebelastung im Profisport.
Miami und Monterrey führen die Hitzeliste an — beide ohne Dach. Houston und Dallas erreichen ähnliche Außentemperaturen, sind aber klimatisiert. Dieser eine Unterschied verändert alles.
Wer hat das härteste Los gezogen?
Wir haben die drei Gruppenspiele jeder Mannschaft mit den Klimadaten ihrer Austragungsorte verschnitten. Die vier Stadien mit geschlossenem Dach und vollflächiger Klimatisierung (Atlanta, Dallas, Houston, Vancouver) erhalten einen Modellfaktor von 0,4. Das spiegelt veröffentlichte Befunde wider, wonach die Schweißrate mit der Hitze deutlich steigt — Rollo et al. (2021) maßen bei männlichen Spitzenfußballern eine um 46 % höhere Schweißrate zwischen kühlen (WBGT 14 °C, 0,98 L/h) und heißen (WBGT 28 °C, 1,43 L/h) Bedingungen bei gleicher hoher Intensität.
Sortiere nach roher Hitze oder realer Belastung. Klicke auf eine Zeile, um den vollständigen Hydrationsplan einer Mannschaft zu sehen.
| Team | Roh °C | Real °C | Auf dem Platz / Spiel | Kader / Spiel |
|---|
↕ Scrolle die Tabelle, um alle 48 Teams zu sehen · klicke auf eine Zeile für die Einschätzung
- Tunesien & Uruguay — teilen sich das härteste Los bei der realen Belastung (≈ 27 °C WBGT über 3 Spiele), ohne Entlastung durch ein klimatisiertes Stadion.
- Frankreich — ein wirklich hartes Los: NY/NJ, Philadelphia und Boston, alle unter freiem Himmel, mit Philadelphia als Hitze-Hotspot. Die reale Belastung liegt im Schnitt bei 25,0 °C WBGT.
- Portugal — auf dem Papier die höchste rohe Hitzebelastung (Miami plus zwei Spiele in Houston), doch Houstons Klimaanlage senkt die reale Belastung deutlich.
- Saudi-Arabien — drei Hitze-Austragungsorte (Miami, Atlanta, Houston); Atlanta und Houston sind klimatisiert, Miami nicht.
- Spanien — der Gewinner der Klima-Lotterie. Zwei Spiele in Atlanta bedeuten eine reale Belastung, die 40 % niedriger ausfällt, als das rohe Los vermuten lässt.
- Deutschland — ein ausgewogener Weg: Klimaanlage in Houston, mildes Toronto, warmes, aber moderates New York/NJ.
- Österreich — Dallas' Klimaanlage bewahrt das Team vor einem auf dem Papier deutlich härteren Los. San Francisco kühl, Kansas City warm, die reale Belastung bleibt mit 19,1 °C beherrschbar.
- Schweiz — der stille Hauptgewinn. San Francisco, Seattle, Vancouver — drei der kühlsten Austragungsorte des Turniers. Reale Belastung nur 16,1 °C, einer der niedrigsten Werte aller 48 Teams.
Und du zu Hause?
Die Spieler auf dem Platz haben Mannschaftsärzte, natriumgenau abgestimmte Elektrolytgetränke und eine labormäßig überwachte Schweißbilanz. Du bekommst eine Plastikflasche vom Kiosk. Die Physiologie ist dieselbe. Nur die Lösung ist schlechter.
Du spielst zwar kein WM-Spiel — aber der Sommer verlangt auch dir mehr ab. Bei 30 °C braucht der menschliche Körper rund 50 bis 100 % mehr Wasser als bei moderaten Temperaturen. Und was im Wasser steckt, ist genauso wichtig wie die Menge, die du trinkst: Hydration ist die Grundlage für jedes Training, jede Erholung und jeden klaren Kopf bei der Arbeit.
Vier typische Fan-Situationen — und wie viel man trinken sollte:
Gutes Wasser. Keine Flasche.
Du kannst monatelang trainieren, sauber essen und deinen Schlaf timen — und trotzdem jeden Tag einen Liter Mikroplastik trinken. Die Flasche ist kein neutraler Behälter. Sie ist das schwache Glied deiner Hydration.
Leitungswasser ist der Rohstoff — günstig, kontrolliert, mikroplastikarm. Doch für sich genommen enthält es noch Chlorrückstände, Spuren von Metallen aus alten Leitungen und alles, was das örtliche Wasserwerk nicht herausfiltert. Die Aufgabe ist, das, was aus dem Hahn kommt, richtig zu veredeln: gefiltert und dann auf die Werte mineralisiert, die dein Körper im Sommer wirklich braucht.
Aber rechnet sich das wirklich? Stell deinen Haushalt ein, wähle einen typischen Flaschenpreis und sieh dir die Turnierzahlen an — Geld, Müll, Mikroplastik:
gefiltert + mineralisiert
0 g Plastikmüll
0 km Transport
Mittelklasse-Marke
— Plastikmüll
— zu schleppen